Wir ueber uns

Magnus Enxing

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Magnus (links) und Ruben Enxing.
Bild: F. Celik

Geboren bin ich am 14. März 1975 in Stadtlohn, Westfalen. Mein Werdegang ist durch viele unterschiedliche Stationen geprägt und orientiert sich nicht an verordneten Zielvorgaben. Nach der mittleren Reife kam ich durch die Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten schon früh auf eigenen Beinen zu stehen. Im Laufe des Abiturs und während meines Zivildienstes in der Individuellen Schwerbehindertenbetreuung des Roten Kreuzes gelangte ich jedoch zu der Erkenntnis, dass die Pharmazie für mein Leben nicht bestimmend sein konnte. Ich wählte eine andere Richtung und begann in Münster mit dem Hauptfach Skandinavistik ein Magisterstudium, das ich im August 2005 erfolgreich beendet habe. Mehrere Praktika in unterschiedlichen Verlagen habe ich absolviert. Die Fußreise nach Jerusalem füllt die Zeit von März bis August 2006. Für meine Zukunft strebe ich an, mich im verlegerischen und journalistischen Bereich zu betätigen. Hier scheint mir eine Verbindung von Literatur und Mitmenschen am ehesten möglich.

Persönliche Motivation zu einer Pilgerreise nach Jerusalem

Schon mein ganzes Leben hindurch spielt der christliche Glaube eine fundamentale Rolle. Mit der Fußreise nach Jerusalem will ich beidem, sowohl meinem Leben als auch meinem Glauben eine zusätzliche, tiefere Dimension eröffnen. Schon ein im Studium absolvierter einjähriger Auslandsaufenthalt hat mir gezeigt, wie spannend und erfahrenswert es ist, die eigene Lebenswelt aus anderer Perspektive wahrzunehmen. Die Reise als abermaliges Heraustreten auf eine andere Seite führt hoffentlich zu einem reicheren und aufmerksameren (Er-)Leben. Was für den persönlichen Bereich gilt, wünsche ich mir natürlich auch auf einer allgemeineren Ebene. In einer Zeit, die vielfach einzig den persönlichen Vorteil in den Fokus nimmt, ist die Beachtung des jeweils Nächsten dringlicher gefordert als je zuvor. Um von und mit Anderen lernen zu können, ist der religiös-kulturelle Kontext nicht von übergeordneter Bedeutung. Wenn unser Beispiel Anstoß zu einem menschlicheren Umgang miteinander geben kann, dann ist schon viel erreicht.


Ruben Enxing



Unweit der niederländischen Grenze betrat ich am 27. Juni 1969 erstmals die Welt - oder vielmehr: Ich wurde hineingetragen. Mit zwölf Jahren zog ich das erste Mal um, und eine gewisse Unrast scheint mir seither anzuhaften wie eine lieb gewonnene Gewohnheit, von der ich nicht lassen kann. Nach dem Ende meiner Schulausbildung wechselte ich 14 Mal die Tapeten. Das Unterwegssein gehört zu mir wie der Kaffee zu meinem Frühstück. Über Theologiestudium, Krankenpflegeausbildung, Arbeit in verschiedenen Krankenhäusern in Münster, Offenbach und Bristol (England) bin ich schließlich zum Weltladen-Dachverband gekommen, bei dem ich die meisten meiner Interessen mit der Arbeit verbinden kann: Entwicklungspolitik, (Handels-)Gerechtigkeit und der Kontakt mit der und dem Anderen.



Motivation

Und doch will ich gehen. Nach Jerusalem. Weil ich unterwegs sein muss. Weil dieses Leben, das Leben in geordneten Bahnen, abgesichert mit Arbeitslosen-, Kranken- und Unfallversicherung noch nicht alles sein kann. Ich stelle mir oft die Frage, ob es wirklich wichtig ist, dass ich eine Zusatzversicherung "für später" abschließe. Ob es wirklich wichtig ist, zu wissen, was ich in fünf Jahren verdiene. Ob dies nicht nur ein zu kleiner Ausschnitt aus dem Leben ist.
Ich kann die Fragen nicht beantworten. Nicht so einfach. Manchmal ist es mir wichtig, mir einer Sache sicher zu sein, planen zu können. Aber dann will ich auch raus, will zeigen, dass es andere Menschen gibt, denen es nicht vergönnt ist, ihren nächsten Tag zu planen, weil sie nicht wissen, ob sie diesen überhaupt erleben. Wie in Israel, wo Israelis und Palästinenser Tag für Tag im Streit miteinander oder genauer gesagt: gegeneinander leben. Außer in einem kleinen Dorf ...
Und ich wünsche mir, dass Sie, liebe Leserin und lieber Leser mitgehen. Dass Sie uns in Gedanken begleiten, unseren Weg verfolgen, unsere Geschichten lesen und gemeinsam mit uns in Jerusalem ankommen - in der Oase des Friedens, Neve Shalom, Wahat al Salam.